Über Tubistyle


Die Geschichte begann 1987. Fausto Lettieri beschloss, eine Partnerschaft mit Enrico Ruini einzugehen, um Tubistyle zu gründen, Michele Leo kam später hinzu.
Damals wurden neben der Produktionslinie für Auspuffanlagen auch Kraftstofftanks hergestellt.

Diese zwei Produktionszweige wurden dann getrennt und eine Entscheidung wurde getroffen, den Geschäftsschwerpunkt auf die Herstellung von Auspuffanlagen für die Automobilindustrie zu verlagern. Eine Ausnahme bildete der traditionelle Bereich der Klasse 1-Offshore Rennboote. Diese Formel Eins ähnlichen Boote wurden mit Lamborghini-Motoren ausgerüstet.

1999 waren lediglich 17 Personen bei Tubistyle beschäftigt. Heute sind es über 60, darunter fast 50 Mitarbeiter, die sich ganz der industriellen Herstellung widmen und über zwei separate Produktionsstätten in Maranello verteilt sind.

Das erste Industriegelände ist verantwortlich für die Verarbeitung der Rohstoffe. Hier werden in einer lauten und heißen Umgebung – die Erinnerungen an eine Hufschmiede wach werden lässt – Rohre und Metallteile geschnitten und verdreht. Die Herstellung und Montage erfolgen in einem zweiten Gebäude, das erst dieses Jahr in Betrieb genommen wurde. Hier befinden sich auch die Forschungsabteilung mit fünf Technikern und Ingenieuren, die Verwaltung (mit sieben Angestellten) sowie die Qualitätssicherung (zwei Personen).
Fast die Hälfte der Aktivitäten konzentrieren sich mittlerweile auf Auspuffanlagen im Aftermarket Sales Bereich.

„Nicht nur der legendäre Sound, sondern auch die ausserordentliche Leistungsfähigkeit der Auspuffanlagen sind enorm.“ erklärt Marco Stella, General Manager bei Tubistyle. Aufgrund der steigenden Nachfrage von Fahrern nach einem optimierten und einzigartigen Auspuffgeräusch ist dies vor allem während der vergangenen Jahre ein dynamischer und wachstumsstarker Sektor geworden. Eine Auspuffanlage der Marke Tubistyle vereint ein niedriges Gewicht, zusätzliche PS und ein unvergleichbares Geräusch.
Der „rumore“, wie die Italiener die Abgasanlage nennen wiegt für einen F430 Ferrari lediglich 18 Kilo; das Maranello-Original-Produkt hingegen bringt 23 Kilo auf die Waage. Außer für Ferrari befinden sich Produkte für Autos der Marken Maserati, Lamborghini sowie – seit neuestem – auch für Porsche, Aston Martin, Audi und BMW im Angebot. Darüber hinaus gibt es auch Anlagen für Bentley, Corvette, Fiat und Ford.

Beim zweitwichtigsten Geschäftsbereich handelt es sich um die Herstellung von OEM-Auspuffanlagen, die 30% des Umsatzes für prominente Kunden ausmacht. Dazu zählen die Straßenversionen des Ferrari 575 GTC und des Maserati GranSport, die die Fabrik in Modena mit Tubistyle-Auspuffanlagen verlassen.

Der Rennsport ist nicht nur ein anderer wichtiger Bereich, sondern auch ein weiteres Privileg, da das Unternehmen alle Ferrari- und Maserati GT-Rennautos ausrüstet, darunter den Modena 360 GTC und den MC12. In der jüngsten Vergangenheit wurde eine technische Partnerschaft für den 333 SP-Prototyp sowie den F40 LM abgeschlossen.
Tubistyle stellt auch kundenspezifische Produkte für andere Konstrukteure her, die bestimmte Auspuffanlagen in ihre Prototypmodelle einbauen wollen, wie z.B. für Alfa Romeo.
Weitere Aufgaben der Forschungsabteilung bei Tubistyle sind die Konzeption, die Herstellung und das Testen von Systemen für subunternehmerische Konstrukteure.

Neben Inox wird bei Tubistyle auch Titanmaterialen, sowie das Hightechmaterial Inconel verarbeitet.

Inconel ist eine Legierung aus Nickel und Stahl, die aus der Luftfahrtindustrie stammt und für Rennsportsysteme und Sondermodelle verwendet wird. Dieses Material macht dünnere Rohre und eine gute Hitzeübertragung möglich.